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PayPal ändert AGB – was Nutzer jetzt wissen müssen

 

Es gibt wohl kaum jemanden, der noch nie PayPal genutzt hat. Es ist schnell, einfach und vor allem praktisch. Aber auch noch sicher dazu, wegen dem Käuferschutz.

Online gekaufte Ware kann innerhalb von nur wenigen Sekunden bezahlt werden und die Ware wird dann bald möglichst auf den Weg gebracht. Kein lästiges Überweisen oder Erteilen von Einzugsermächtigungen ist mehr notwendig. Zu Beginn muss man sich einfach ein PayPal-Konto eröffnen, dieses dann mit seinem Bankkonto verknüpfen und schon kann man shoppen.

Auch gibt es die Einfach-Funktion, dass man einen Kauf nicht erst durch umständliches Einloggen bestätigen muss, sondern bei eingeschalteter Funktion direkt die Freigabe durch die Betätigung des Kauf-Buttons erteilen kann.

 

Änderungen der AGB

 

PayPal hat im Laufe der Zeit immer wieder seine AGB geändert, meistens betraf das immer nur eine Nutzergruppe, wie zum Beispiel die Businesskunden oder die Privatkunden. Die neuen Änderungen, die ab dem 06. Mai 2022 in Kraft treten gelten für alle gleichermaßen.

Es handelt sich um eine Anpassung der Nutzungsbedingungen, die in den Original AGB ziemlich kompliziert und schwer verständlich formuliert wird.

 

Was genau wird denn geändert?

 

1. Die PayPal-AGB gehen besser auf den NFT-Handel ein.
Klingt erst einmal gut, was genau bedeutet das aber. Diese Änderung ist eine Einschränkung des Käufer- und Verkäuferschutz, nicht, wie leicht falsch zu verstehen ist, eine Erweiterung.
PayPal schließt mit der neuen Nutzungsbedingung bestimmte nicht ersetzbare Token, die sogenannten NFT, die einen Transaktionsbetrag von mehr als 10.000 USD besitzen, vom Käufer- und Verkäuferschutz aus.
Alle NFT, deren Transaktionsbetrag unter 10.000 USD liegt, werden weiterhin anerkannt und wie bisher vom Käufer- und Verkäuferschutz abgedeckt. Für den Käufer vorteilhaft ist zudem, dass nach Bezahlung mit NFT der Verkäufer nachweisen muss, dass er die immaterielle Ware oder Dienstleistung dem Käufer zur Verfügung gestellt hat und dieser auch die gekaufte Ware erhalten hat.

 

2. Das PayPal Beschwerdemanagement wird verbessert.
PayPal möchte das Beschwerdemanagement optimieren. Um jeder Beschwerde besser gerecht werden zu können, wird gleich beim Einreichen einer Beschwerde viel mehr Information zu der Beschwerde angefragt. Ziel der Sache ist, dem Kunden schneller, gezielter und besser weiterhelfen zu können. Auf der einen Seite wird so eine stärkere Kundenbindung aufgebaut, der Kunde fühlt sich ernstgenommen, zudem kann effizienter gearbeitet werden, denn es wird kostbare Zeit gespart. Umständliches Hin- und Herschieben der Beschwerde zu den unterschiedlichen Sachbearbeiter kostet Zeit und somit auch Arbeitslohn, der gespart werden kann, wenn die Beschwerde gleich dem richtigen Sachbearbeiter vorgelegt werden kann, dieser bearbeitet sie direkt und kann sie abschließen.

 

3. In den PayPal AGB gibt es einen neuen Abschnitt für Geschäftskonteninhaber.
PayPal stellt in diesem Abschnitt klar, dass Verbindlichkeiten seitens PayPal den Verwaltungs- und Abschreibungsbefugnissen einer Regulierungs- oder Aufsichtsbehörde unterliegen können. Dieser Abschnitt musste von PayPal aufgenommen werden, da PayPal bei finanziellen Schwierigkeiten nicht von staatlicher Seite gerettet werden würde. PayPal ist also auf sich selbst gestellt.

 

4. Personenbezogene Daten
Verweise auf Ebay wurden aus den AGB entfernt, sie gelten selbstverständlich nicht mehr. Wichtiger ist aber wohl, dass die Datenschutzerklärung erweitert wurde. PayPal gibt Informationen darüber, wie genau personenbezogene Daten der Nutzer, die keine PayPal Konto besitzen, erhoben und verwendet werden.

 

5. Spenden
Die PayPal Nutzungsbedingungen wurden zudem noch um eine Funktion erweitert, die es eingetragenen gemeinnützigen Einrichtungen ermöglicht, finanzielle Zuwendungen, die vom PayPal Giving Fund Ireland durch Spenden von Nutzern aus Irland oder auch anderen Ländern gewährt werden.

 

Abschließend möchte PayPal seine neuen Nutzungsbedingungen umstrukturieren und somit übersichtlicher und leichter verständlich für die Nutzer werden. Die Details sollen zukünftig auch wirklich dort zu finden sein, wo sie zu erwarten sind.

 

PayPal möchte noch nutzerfreundlicher werden und noch einfacher zu nutzen sein. Zudem möchte PayPal noch sicherer für die Nutzer, aber auch für sich selbst werden, es sollen durch die neuen Nutzungsbedingungen unklare Rechtslücken vermieden werden, so dass alle Vorgängen, sowie Transaktionen oder auch alle anderen Nutzerbezogenen Aktionen für den betreffenden Nutzer vollkommen transparent sind. Es bleibt kein Spielraum für Unklarheiten oder Rechtsstreitigkeiten mehr.

 

PayPal ist und bleibt wohl der marktführende Zahlungsdienstleister, durch seine Anpassungen in den Nutzungsbedingungen wird die Nutzung sogar noch sicherer.

 

Viel Spaß weiter beim shoppen.

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