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Mozilla kündigte an, dass der nun erschienene Firefox 84 die letzte Variante des Browsers ist, die den Flash Player unterstützt. Die Foundation trägt auf diese Weise dazu bei, dass die letzten Tage des Plugins von Adobe anbrechen. Als Gründe nannte Mozilla unter anderem Leistungs- und Sicherheitsverbesserungen. Außerdem bestätigten die Herausgeber, dass sie bereits die nächste Version ihres Browsers ohne Flash-Unterstützung veröffentlichen.

Das Ende des Flash Players

Bereits seit einiger Zeit versuchen die Verantwortlichen bei Mozilla, den Adobe Flash Player zum Jahresende aus dem Browser zu entfernen. Schließlich kündigte Adobe schon 2017 an, die Unterstützung für seinen Flash Player am 31. Dezember 2020 zu beenden.

Andere Produzenten von Webbrowsern bestätigten bereits, das sie das Plugin ausgliedern, um Leistung und Sicherheit zu verbessern. Das trifft zum Beispiel auf den Edge- und den Chrome-Browser zu.

Über die Jahre erhielt der Flash-Player, den viele User schätzten, reichlich Konkurrenz in Form von offenen Standards. HTML5 und WebAssembly besitzen schließlich ähnliche Fähigkeiten und Funktionalitäten, für die das Plugin einst verantwortlich war.

Solche Standards verdrängten den früher relevanten Flash-Player, der in den vergangenen Jahren vor allem durch Sicherheitslücken in die Schlagzeilen geriet, sodass sein Ende nicht verwundern muss.

Keine nachträgliche Integration möglich

Nach Angaben der Mozilla Foundation ist mit der spätestens zu Beginn des kommenden Jahres erscheinenden Browserversion das Ende der Integration erreicht. Firefox 85 bietet keine Möglichkeit, das Flash Plugin nachträglich und manuell zu installieren.

Die Verantwortlichen begründen diesen Umstand mit den Bugs und Sicherheitslücken, die der Flash-Player besitzt. Damit dürfte das oft prophezeite Ende des Adobe Plugins, das der Herausgeber über Jahre immer wieder notdürftig aktualisierte, nun sicher sein.

Der Auslauftermin des Plugins wurde im Rahmen der aktuellen Veröffentlichung des Mozilla Firefox Browsers bekanntgegeben. Diese Variante, Firefox 84, soll die bislang sicherste Version des Browsers sein. Der Anbieter verspricht zudem eine umfassende Fehlerbehebung.

Außerdem soll der Browser nun besser auf iOS-, Android- und Desktop-Geräten funktionieren, sodass Mozilla den Usern eine deutlich verbesserte Nutzungserfahrung verspricht.

Updates für bessere Performance

Die aktuelle Version des Browsers, die den Flash Player noch unterstützt, enthält mehrere Updates, die der Performance dienen. So verbessern sich die JavaScript-Engine und der SpiderMonkey, wobei sich die Ladezeiten von Internetseiten um bis zu 15 Prozent beschleunigen sollen. In Sachen der Reaktionszeiten verspricht Mozilla gleichfalls eine deutliche Optimierung. Hier ist von einer Verbesserung von bis zu 12 Prozent die Rede.

Die User von Windows- sowie Mac-Touchscreen-Geräten profitieren gleichfalls von der jüngsten Aktualisierung. Schließlich enthält Firefox 84 endlich die ersehnte Pinch-Zoom-Funktion. Mobile Nutzende profitieren gleichfalls.

So können User von Apple-Geräten den Firefox-Browser endlich zum Standardprogramm machen. Nutzende von Android-Modellen erfreuen sich unterdessen vom Zugang zu einer Reihe von neuen Addons. Darunter befinden sich ein Adblocker, ein Proxy-Programm sowie weitere Plugins.

Verbesserte Sicherheit beim Surfen

Wichtigste Neuerung sind aber die vielen Sicherheitsupdates, über die Firefox 84 verfügt. So schließt die aktuelle Android-Version zahlreiche Sicherheitslücken. Für Desktop-User steht ab sofort ein HTTPs-Only-Modus zur Verfügung. Dieser verbessert die Verbindungsqualität von Firefox und dem Web. Nutzende informiert der Browser, wenn eine sichere HTTPs-Verbindung nicht zur Verfügung steht.

Zur zukünftigen Sicherheit trägt die Ankündigung bei, in der nächsten Variante auf den Flash-Player zu Verzichten. Firefox 85 fehlt daher die nötige Schnittstelle, sodass auch eine nachträgliche Installation unmöglich ist.

Diese sollte ohnehin nicht mehr funktionieren, weil sich das Flash-Plugin nach Angaben von Adobe am 12. Januar 2021 von selbst deaktiviert. Dem Ende des Flash-Players können User also auch nicht ausweichen, wenn sie bei einer älteren Firefox-Version bleiben.

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