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Besonders Start-ups suchen oftmals händeringend um Investoren. Die Fragen, worauf es einem Investor überhaupt ankommt, was er erwartet und was in seinem Kopf vor sich geht, stellen sich regelmäßig während der Suche nach dem passenden Geldgeber. Doch auch die Frage, wie man das eigene Startup am besten jemandem erklärt, der nicht zu 100 Prozent mit der Materie vertraut ist, kann sich als schwieriges Unterfangen herausstellen. Denn im Idealfall ist ein potenzieller Investor nicht ausschließlich ein Geldgeber. Leider gibt es auf die Fragen, die sich die jungen Unternehmer oder die Start-ups stellen, keine Antwort. Denn kein Investor gleicht dem anderen. Trotzdem gibt es ein paar Werte, die auch die unterschiedlichsten Investoren miteinander teilen.

Investoren investieren am liebsten in Unternehmen, die sie verstehen

Da Investoren am liebsten in Unternehmen investieren, die sie auch verstehen, ist die Branche des eigenen Unternehmens besonders entscheidend. In erster Linie geht es deshalb darum, das Verständnis für das eigene Unternehmen aufzubauen. Welches Ziel wird verfolgt? Welchen konkreten Mehrwert bietet es seinem Endkunden? Welche Schritte sind dazu notwendig, um ans Ziel zu gelangen? Wie sehen die typischen Vorgänge im Unternehmen aus? Wie hebt sich das eigene Unternehmen von anderen in derselben Branche ab? Die Antworten auf diese und andere Fragen sollten so anschaulich wie möglich erklärt werden können. Denn ein seriöser Investor wird sich schwer damit tun, in eine Blackbox zu investieren.

Investoren interessieren sich dafür, wer hinter dem Unternehmen steht

Ein motivierter Investor wird sich besonders für das Gründerteam des Unternehmens interessieren. Deshalb ist es sinnvoll, das gesamte Team frühzeitig in den Kontakt einzubeziehen. Viele ernsthafte Investoren zeichnen sich durch eine gute Menschenkenntnis aus. Dadurch können sie bereits vorab erkennen, wie die einzelnen Mitglieder im Team, aber auch das Team als Einheit, auf die auftretenden Schwierigkeiten reagieren werden. Das ist ein wichtiger Punkt, denn im Laufe des Start-ups wird es immer wieder zu Herausforderungen kommen, die es aus dem Weg zu räumen gilt. Während die Hindernisse, die auf das Startup zukommen können, nicht immer im Vorfeld greifbar sind, ist es doch die Dynamik innerhalb des Teams.

Auch die Frage, wie sich die einzelnen Mitglieder des Gründerteams mit Kritik, Ratschlägen oder Tipps zurechtfinden, ist ein ausschlaggebender Punkt. Denn niemand kann alles wissen, weshalb es in solchen Fällen besonders wichtig ist, wie die fehlenden Informationen eingeholt werden. Auch ob Kritik gegenüber generell eine abwehrende Haltung eingenommen wird oder aber über die notwendigen Punkte diskutiert werden kann, ist für Investoren von besonderem Interesse.

Investoren interessieren sich für die Idee, die hinter dem Startup steckt

Natürlich ist auch die Idee, die dem potenziellen Investor bereits anschaulich dargelegt wurde, von Bedeutung. Denn mit ihr lassen sich unterschiedlich große Marktanteile gewinnen. Die Idee ist außerdem ausschlaggebend dafür, ob ein Unternehmen wettbewerbsfähig ist und über klare Vorteile gegenüber bereits bestehenden Lösungen verfügt. Deshalb stellt sich dem Investor zu Beginn die Frage, wie viel die Idee wert ist. Ist sie aus seiner Perspektive heraus nicht erfolgversprechend, dann wird er nicht investieren. Das ist anders, wenn die Idee den Anschein erweckt, über ein großes Potenzial zu verfügen. Denn damit bietet sich dem Investor eine Gelegenheit, die er sich nicht entgehen lassen wird.

Zum Wettbewerbsvorteil zählt außerdem, ob es künftig einfach für die Konkurrenz sein wird, diesen Vorsprung einzuholen oder gar zu übertreffen. Dazu muss die Idee wirklich gut sein. Denn viele der Konkurrenten werden in der Lage dazu sein, auf ein größeres Team mehr Kapazität und größere Ressourcen zurückzugreifen. Um die Einzigartigkeit der Idee zu verdeutlichen, ist ein Geschäftsmodell ausschlaggebend. So ist auf einen Blick erkennbar, wo das Startup im Vergleich zu den Mitbewerbern steht.

Den Investor interessiert, dass die Idee tatsächlich umgesetzt werden kann

Ideen sind etwas Ausgezeichnetes und können in der Theorie ausgesprochen detailliert ausgeführt werden. Das Problem daran ist, dass eine Idee, die auf dem Papier funktioniert, auch in der Praxis Bestand hat. Kann sich die Idee durchsetzen? Gibt es Menschen oder Unternehmen, die das Produkt oder die Dienstleistung sofort in Anspruch nehmen würden? Anhand dieses Praxis-Bestehens kann der Investor ausmachen, ob sich die Unternehmensentwicklung in die für ihn richtige Richtung bewegt. Denn wenn es mit einfachsten Mitteln möglich ist, bereits erste Anfragen oder Interessenten zu generieren, dann ist mit einem größeren Budget durchaus mehr möglich.

Dieses Aufzeigen, ob die Idee in der Praxis überhaupt Bestand hat, wird als Proof of Concept bezeichnet. Mit diesem Proof of Concept kann der Investor sein Risiko minimieren. Denn er sieht, wie gearbeitet wird, was bereits erreicht wurde, wie die weitere Entwicklung angedacht ist und vieles mehr. Der Proof of Concept zeigt außerdem, ob es in Zukunft möglich sein wird, Profit mit der Idee zu generieren. Deshalb sollte im gleichen Zuge ein Cashflow-Plan erstellt werden. Dieser zeigt so detailliert wie möglich auf, wo das Geld hinfließt. Und auch, woher das Geld kommt. Kann das Startup auch ohne Investor seine eigenen Ausgaben tragen? Ist das der Fall, ist das ein durchweg positives Zeichen.

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