niiu

Darum werden immer mehr Spotify-Konten gesperrt

 

Spotify hat Berichten zufolge die Konten mehrerer Kunden gesperrt, nachdem diese mit einem Softwaretool eines Drittanbieters “unzulässigerweise” Titel von dem Dienst heruntergeladen hatten. Audials Music nutzt Spotify aus, um Musik mit halsbrecherischer Geschwindigkeit an Nutzer zu streamen und gleichzeitig Titel lokal als MP3-Dateien aufzuzeichnen. Dies wurde bei Spotify bemerkt und hat dazu geführt, dass Nutzer wegen Missbrauchs vom Dienst ausgeschlossen wurden.

Streaming-Dienste wie Spotify haben den Online-Musikkonsum revolutioniert, indem sie Zugang zu riesigen Musikbibliotheken zu einem vernünftigen Preis bieten.

Premium-Abonnenten können Musik auch lokal auf ihren eigenen Geräten speichern, aber diese Titel sind nur innerhalb von Spotify selbst abspielbar, was bedeutet, dass diejenigen, die auf eine private Musiksammlung hoffen, die auf jedem Gerät abspielbar ist, enttäuscht werden.

Um diese Lücke zu schließen, sind im Laufe der Jahre zahlreiche Software-Tools aufgetaucht, die den Nutzern helfen sollen, Titel von Spotify im MP3-Format herunterzuladen und zu speichern. Obwohl dies technisch möglich ist, haben Nutzer einer bestimmten Software entdeckt, dass Spotify in der Lage ist, ihr lizenzverletzendes Verhalten zu erkennen und zu unterbinden.

Audials Music als Premium-Musik-Downloader

Audials Music ist eine Software, die es Nutzern ermöglicht, Inhalte von einer Vielzahl von Diensten wie Spotify, Amazon Music, Deezer, TIDAL und Soundcloud zu streamen und zu speichern. Dazu werden Audiostreams aufgezeichnet, in einzelne Tracks zerlegt und lokal als MP3-Dateien gespeichert.

Nach Angaben des Dienstes kann dies mit halsbrecherischer Geschwindigkeit geschehen. In der Tat behauptet Audials Music, Inhalte von Spotify mit der 30-fachen Geschwindigkeit herunterzuladen, was es den Nutzern ermöglicht, schnell große Bibliotheken mit Audiomaterial in einem bequemen und dauerhaften Format anzuhäufen.

Spotify weiß, was vor sich geht.

Audials Music Nutzer werden von Spotify suspendiert
Vor einigen Wochen meldeten sich Nutzer von Audials Music im offiziellen Forum des Unternehmens und teilten mit, dass sie eine E-Mail von Spotify erhalten haben, in der ihnen mitgeteilt wurde, dass ihre Konten gesperrt wurden, da ein Missbrauch festgestellt wurde.

“Spotify hat festgestellt, dass Ihr Konto in eine missbräuchliche Nutzung des Spotify-Dienstes verwickelt war, die gegen die Nutzungsbedingungen verstößt, einschließlich möglicherweise unzulässiger Downloads”, heißt es in der E-Mail des Unternehmens, wie das Audials-Team mitteilte.

Das Problem scheint darin zu liegen, dass Spotify Daten darüber besitzt, wann und wie seine Abonnenten auf Audio-Inhalte zugreifen und daher feststellen konnte, dass die Nutzer mit Audials schnelleres Streaming ausgelöst haben, als normalerweise erlaubt ist. Audials erklärt dies wie folgt:

“Spotify speichert offenbar langfristig detaillierte Daten über jeden Nutzer. Es wird insbesondere gespeichert, wann man welches Musikstück gehört hat. Grundsätzlich sollen diese Daten identisch aussehen, egal ob man nur abspielt oder aufnimmt”, schreibt das Unternehmen.

“Aber Audials hat eine ‘High Speed’-Funktion. Diese lässt quasi ‘die Zeit schneller vergehen’, so dass Spotify die Musik schneller abspielt und die Aufnahme somit schneller gelingt. Das bedeutet aber, dass die von Spotify gespeicherten Daten z.B. besagen könnten, dass man innerhalb von 5 Minuten Musik mit einer Spieldauer von 50 Minuten angehört hat.

“Wir vermuten stark, dass dies das Kriterium ist, das Spotify benutzt, um Nutzer für temporäre Sperren auszuwählen. Bislang haben wir nur Berichte von Nutzern erhalten, die die Option ‘High Speed’ tatsächlich genutzt haben und gesperrt wurden”, so das Unternehmen weiter.

Während die Nutzer von Audials zweifellos enttäuscht waren, dass ihre Konten von Spotify gesperrt wurden, deutet eine neue, von Audials veröffentlichte Erklärung darauf hin, dass ein wenig Kriecherei vor der schwedischen Streaming-Plattform dazu führt, dass die Sperrungen wieder aufgehoben werden.

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on telegram
Share on whatsapp
Share on skype

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.